Sportmarketing – Steuerung von Medieninhalten

Der Sport lebt davon, dass die Medien darüber berichten. Der Grund liegt daran, dass sich die Menschen in Deutschland einfach für die sportlichen Ereignisse interessieren. Die Fußball-Bundesliga sowie die Nationalmannschaft haben schon seit Jahrzehnten einen hohen Stellenwert. Sportarten wie Tennis oder der Rennsport erlangten ihre Popularität durch die deutschen Aushängeschilder wie Steffi Graf, Boris Becker und Michael Schumacher. Für die Vermarktungsindustrie ist dieser Zustand optimal. D.h. für den Sportler und die Berater ist hier eine durchaus lukrative Branche entstanden.

Allerdings entwickelt sich gerade im Sport-Bereich ein für Journalisten inzwischen weniger angenehmes Arbeitsumfeld. Denn die Sportfunktionäre, die ihre “Macht” eigentlich erst dadurch haben, dass die Medien ihre Sportart überhaupt erst wahrnehmen und die vergangenen Jahrzehnte wahrgenommen haben, versuchen mit bestimmten Regelungsinstrumenten ein wenig in den objektiven und investigativen Sportjournalismus einzugreifen.

Zugelassen sind häufig nur mehr Sammelinterviews im Pulk – individuelle Fragen sind unerwünscht. Ebenso ist es gerade im Sportjournalismus fast zum Usus geworden, dass man den Sportler nicht mehr selbst nach einem Interview fragen darf, sondern das man nur mehr nach vorheriger Terminankündigung gegenüber dem Berater aktiv werden kann – das gemachte Interview wird hinterher selbstverständlich noch einmal durch den Berater überprüft.

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